ABC-Madagaskarreise

Anschlussflüge:

Internationale Flüge von Paris mit Air France oder Corsair. Air Madagaskar fliegt von Paris, Nairobi, Mauritius, Komoren, Réunion, Johannesburg, Bangkok und Mailand nach Atananarivo. South African Airways fliegt von Johannesburg. Air Austral von Réunion und den Komoren. Air Mauritius von Mauritius und weltweit via Mauritius.

Banken:

BNI/CL (Credit Lyonnais), BFV/SG (Société General), BOA (Bank of Afrika), BMOI (Banque Malgache de l’Ocean Indien). Öffnungszeiten: 08:00 Uhr durchgehend / Mittagspause bis 15:30 Uhr / montags bis freitags. Mit Visa-Karten kann man fast in jeder Großstadt Geld beheben.

Betten:

Die Betten in den Hotels entsprechen französischer Normen. Sie haben oft die Länge 190 cm. 90 cm bzw. 140 cm sind die Breite für Single- bzw. Doppelbetten. Es ist praktischer, ein Twin-Bett zu bestellen, wenn man zu zweit in einem Zimmer übernachtet.

Bettler:

Wie in allen Großstädten der Welt gibt es auch in den Großstädten Madagaskars wie Tana, Fianarantsoa und Antsirabe Bettler. In Tana gibt es sogenannte „Profibettler“, das heißt die ganze Familie lebt auf der Straße und die Kinder werden von den Eltern zum Betteln geschickt.

Bücher, Karten und Postkarten:

In Analakely an der Avenue de l’independance liegen zwei Buchhandlungen: „ librairie de Madagascar“ und „librairie Mixte“. Dort kann man Literaturen über die madagassische Kultur und die madagassische Fauna und Flora kaufen. Madagassische Kochbücher gibt es leider nur in geringer Auswahl auf dem Markt. Stadtpläne und Karten lassen sich bei FTM (Foibe Taontsarin’i Madagasikara) in Ambanidia kaufen. Informationen über touristische Ortschaften wie Nosy Be, Sainte Marie, Ranohira, Taolagnaro können separat und detailliert bestellt werden. Eine Landkarte kostet 4,- bis 30,-Euro. Postkarten sind in Souvenirläden erhältlich. Lisy Boutique in Antanimora zum Beispiel bietet eine breite Palette an Postkarten an. Ansonsten können Postkarten auch in den Hotels an der Rezeption gekauft werden.

Cybercafés/Internet:

In Tana gibt es fast überall Internet-Cafés. Auch die madagassische Post bietet in vielen Städten Internet-Zugang an. Die Minute kostet zwischen Ar 20 – und Ar 100. Die Verbindung ist jedoch relativ langsam.

Essen:

Madagaskar hat einige typische Gerichte, wie z.B. das Ravitoto sy Henakisoa (gestampfte Maniokblätter mit Schweinefleisch) oder Romazava (eine Art Zebu-Ragout mit Gemüse). Der Einfluss der französischen Küche ist in vielen madagassischen Restaurants deutlich spürbar. Frühstücksbüffet gibt es nur in großen Restaurants und Hotels von Antananarivo. Der Frühstückstisch wird in den üblichen Hotels mit warmen Getränken, Croissants, Baguettes, Butter, Marmelade und Obstsaft gedeckt. Eier muss man extra bestellen. Hotels bieten üblicherweise freigängige Menüs an. Man kann allerdings auch die Gänge einzeln bestellen.

Feiertage und Feste:

1. Januar: Neujahr März: madagassisches Neujahr ( Alahamady Be) 29. März: Widerstandstag 1. Mai: Arbeitertag Juni: Muttertag Juni: Donia, Musikfestival auf Nosy Be Juni bis August: Hauptzeit der Beschneidungen im Hochland. Juni bis August: Hauptzeit der Famadihana oder Totenumbettungen 26. Juni: Unabhängigkeitstag Juli bis September: Zanaharibe, Festival der Wale auf Sainte Marie Juli bis September: alle sieben Jahre, Fitampoha, Bad der königlichen Reliquien bei den Sakalavas von Menabe

Fernsehen:

TVM ist der öffentlich-rechtliche Fernsehsender in Madagaskar. Die Sendungen sind zum größten Teil auf madagassisch. Die Nachrichten sind allerdings zweisprachig: Madagassisch und Französisch. Von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr morgens überträgt TVM das Programm der BBC. Eine Englische Version der deutschen Welle wird vormittags vor 12:00 Uhr gesendet.

Geld:

Scheine: Ar 100, Ar 200, Ar 500 , Ar 1000, Ar 2000, Ar 5 000 und Ar 10 000. Die Scheine wurden in Deutschland gedruckt. Münzen: 1 Ar , 2 Ar , 4 Ar, 5 Ar, 10 Ar , 20 Ar, 50 Ar. Bevor man Großstädte verlässt, sollte man daran denken, dass es am Land an Kleingeld fehlt. Man benötigt es aber für persönliche Ausgaben wie Getränke, Trinkgelder etc. Am besten bittet man die Reiseleiterin oder den Reiseleiter um Hilfe.

Gesundheit:

Eine Malariaprophylaxe wird empfohlen. Vor allem während der Regenzeit vom November bis April muss man in der Dämmerung mit Moskitos rechnen. Giftschlangen und Gelbfieber kommen in Madagaskar nicht vor. Mehr Informationen findet man unter www.fit-for-travel.de

Getränke:

Die Getränkefirma Star (eine französische Firma) hat Produkte wie Coca Cola, Fanta und Sprite unter Lizenz und vertreibt auch eigene Produkte wie Bonbon anglais, Soda, Orange, Passionsfrucht und Grenadine Limonade und Tonic. Mineralwasser: Crystal (ein kohlensäurehaltiges Mineralwasser), Eau Vive und La Source (ohne Kohlensäure). THB (Three Horses Beer) wird von STAR produziert.

Hotels:

Die für unsere Touristen gebuchten Hotels in Madagaskar sind einfach, sauber und haben warmes Wasser. Mittel- bis Oberklassehotels bieten zusätzlichen Komfort wie Wäscheservice, TV und Minibar. In Ersteklassehotels findet man auch Geldwechselstuben. Manche verfügen über eine eigene Diskothek, Casino, Schwimmbad etc. In den Hotels Jardin du Roy und Relais de la Reine gibt es Waschkörbe auf den Zimmern. Sonst muss die Wäsche bei der Rezeption abgeben werden. In vielen Hotels gilt die Regel, wenn man den Schlüssel an der Rezeption abgibt, heißt das, dass man das Zimmer aufgeräumt haben möchte. Wenn man seinen Schlüssel behält, wird das Zimmer nicht aufgeräumt.

Inlandsflüge:

Air Madagaskar hat ein gut ausgebautes Inlandsflugnetz. Größere Städte wie Fort Dauphin, Tulear, Tamatave, Morondava, Nosy Be, Sainte Marie werden fast täglich angeflogen. Ab Antananarivo werden die Sitze nummeriert. Außerhalb Antananarivo wird das Einchecken manuell gehandhabt und daher herrscht freie Sitzwahl.

Flugdauer

Klimahinweise:

Im allgemeinen können zwei Jahreszeiten unterscheiden werden: Die Trockenzeit und die Regenzeit. Die Regenzeit dauert ca. 5 Monate (von Dezember bis April). Im Osten muss man das ganze Jahr über mit Regen rechnen. Im Hochland kann es im Winter d.h. am Anfang der Trockenzeit (Mai, Juni und Juli) sehr kalt, bis +5°C, werden. In Antsirabe kann sogar Frost auftreten, da die Stadt 1.500 m über dem Meeresspiegel liegt.

Aktuelle Wetterdaten können auf folgenden Internet-Seiten abgerufen werden: www.wetteronline.de und www.moov.mg/meteo.php

Bezahlen mit Kreditkarte:

Kreditkarten werden leider nur in wenigen großen Hotels und Souvenirläden in Antananarivo angenommen. Die Bankgebühren sind oft übertrieben hoh.

Mora-mora:

Mora-mora bedeutet wortwörtlich „ langsam, langsam“ bzw. „immer mit der Ruhe“. Madagaskar ist das Land des „ Mora-mora“ und wer Madagaskar entdecken möchte, muss Geduld mitbringen. Madagaskar ist auch „Das Land aller Möglichkeiten“. Diese Tatsache verlangt einen gelassenen Umgang mit unerwarteten Situationen.

Mückenschutz:

In der Dämmerung muss man sich gegen Mücken schützen. Ein neues wirkungsvolles Produkt ist „Nobite“.

Nachtleben:

Zu den bekannten Diskotheken Tanas zählen: le Caveau, Le Bus und l’Arabesk. Im "Le Glacier», an der Avenue de l’independence, gibt es Donnerstag bis Sonntag ab 21:00 Uhr Live-Musik.

Orchideen:

Die Kleine Insel „ Ile aux nattes“ an der Südspitze von Sainte Marie hat das Privileg, der Königin der Orchideen Asyl zu gewähren. Diese große Orchidee mit imposanten lila Blüten wächst nur auf Schraubenpalmen (Pandanus utilis) und blüht im Oktober. Ihr beeindruckender Blütenstand kann über 1 Meter groß werden. Da ihre Blätter denen ihrer Wirtspflanze ähnlich sind, wir die Orchidee erst durch ihre Blüte sichtbar. Diese Orchideenart braucht die Schraubenpalme zum Überleben und kann daher nicht kultiviert werden

Prostitution:

Sextourismus gibt es in Madagaskar nicht. Seit einigen Jahren werden bei Kinderprostitution drakonische Strafen verhängt. Ein überführter Tourist wird mit sofortiger Ausweisung bestraft.

Radio:

Ca. 30 einheimische Radiosender verteilen sich über das gesamte Land. Ausländische Radiosender: VOA, BBC (in englischer Sprache), RFI (Radio France International), und Radio Niederlande

Regensachen:

Von Oktober bis April muss man in den Regenwäldern mit Regen rechnen. An der Ostküste gibt es fast das ganze Jahr über Regen.

Reiseführer:

Folgende Reiseführer sind bei amazon.de erhältlich: DuMont Reisetaschenbuch Reiseführer Madagaskar von Heiko Hooge (2012). Reise-Know-How Madagaskar: Handbuch für individuelles Entdecken, Reiseführer fürindividuelles Entdcken von W.Därr und Klaus Heimer (2012). Madagaskar Autokarten von Freytag Berndt (2011), Kulturschock Madagaskar von Albrecht G.Schäfer. Bradt Travel Guide Madagascar von Hilary Bradt (auf englisch), Lonely Planet Madagascar: Madagascar & Comores von Emilie Filou und Paul stiles (2012)

Reiten:

Das Hotel Vakona Lodge in Andasibe und die Hotels Relais de Reine und Jardin du Roy in Ranohira bieten Reitmöglichkeiten. Während man in Andasibe am Rande des Regenwaldes reitet, bewegt man sich in Ranohira ein einer Savannelandschaft innerhalb eines Sandsteingebietes. Die Atmosphäre erinnert aufgrund des umgebenden Isalo Nationalparks an Westernfilme.

Sonne:

Sonnencreme sollte mitgebracht werden, da diese Produkte in Madagaskar teurer als in Europa sind.

Sprache:

Die madagassische Sprache „ das Madagassische“ hat ihre Wurzel im Malaiisch-indonesischen Sprachraum. Französisch ist Amts- und Bildungssprache. Auf dem Land ist es manchmal schwierig, sich auf Französisch zu verständigen. Die offiziellen Formulare sind jedoch größtenteils auf Französisch. Englisch wird nur in den Großstädten und nur von ausgebildeten Leuten verstanden. In Tana gibt es einen Deutsch-Madagassischen Freundschaftskreis und ein Goethe Institut(CGM; Cercle Germano-Malagasy).

Straßen:

Die Regierung Ravalomanana (2002-2009) hat die Verbesserung der Straβeninfrastruktur in ihre Prioritätenliste aufgenommen. Es ist geplant, binnen der nächsten 5 Jahre 14.000 km Straße zu asphaltieren. Einige Nationalstraßen sind bereits sehr gut ausgebaut, unter anderem die Nationalstraße 7 nachToliary, die Nationalstraße 2 nach Toamasina und die Nationalstraße 5 nach Mahajanga. Die Straßen an den Küsten sind allgemein Sandpisten und daher nur in der Trockenzeit (Juni bis September) befahrbar.

Strom:

Madagaskar hat ein Stromnetz von 220V in allen Städten mit Steckdosen französischen Typs. Mit Stromausfällen ist zu rechnen. Deshalb sollte eine kleine Taschenlampe immer parat sein. In den Hotels auf dem Land wird oft ein Stromgenerator eingesetzt. In vielen Hotels außerhalb der Großstädte muss man aufzuladende Geräte an der Rezeption abgeben.

Taschendiebe:

Taschendiebe sind leider in allen Großstädten anzutreffen. In Großstädten ist es nicht empfehlenswert, sich abends noch auf den Straßen aufzuhalten. Es ist besser, vor dem Einbruch der Dunkelheit im Hotel zu sein. Achten Sie darauf, dass Bettler auch Taschendiebe sein können. In der Nähe der „ Avenue de l’independance“ lauern die häufig Taschendiebe.

Taschenlampe:

Auf dem Land ist in der Regenzeit mit Strommausfällen zu rechnen. Eine kleine Taschen- bzw. Stirnlampe ist in solchen Fällen immer hilfreich. Auch bei Nachtwanderungen werden Taschenlampen gebraucht. Eine hellere Lampe ermöglicht ein leichteres Auffinden der Tiere.

Telefon:

Das Telefonieren ins Ausland funktioniert sehr gut. Telefonkarten sind zu unterschiedlichen Preisen erhältlich: Ar 5 000, Ar 10 000 und Ar 15 000. Um ein paar Minuten nach Hause zu telefonieren reicht ein Ar 10 000 -Karte aus. Einige Telefonanbieter in Deutschland haben mit Madagaskar einen Roamingsvetrag abgeschlossen, sodass mancherorts mit dem Handy telefoniert werden kann. Auch ist es möglich für 3 Euro eine Chip-Karte zu kaufen.

Trinkgeld:

In Esslokalen sind 2000 Ar pro Mahlzeit , für Gepäckträger 1000 Ar pro Gepäck und für Fahrer und lokale Führer 10 000 Ar pro Tag, angemessen . Trinkgeld ist eine freiwillige Sache und sollte sich nach der Zufriedenheit des Gebers richten.

Vazaha

Das Wort Vazaha bedeutet im Madagassischen „Fremde“. Kinder rufen oft Vazaha, wenn sie Ausländer sehen.

Visum:

Ein Einmonatsvisum erhält man gegen ca.25 Euro bei der Einreise am Flughafen von Antananarivo. Es kann auch bei der madagassischen Botschaft bzw. Konsulat des Heimatlands beantragt werden

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Währung:

Madagaskar kehrte am 01.01.2005 wieder zur Währung Ariary zurück (geschrieben Ar). Ariary war die Währung der madagassischen Vorkolonialzeit. In diesem Wort sieht man die für die malaiische Sprache typische Wiederholung ein und desselben Wortes Ary. Ary ist Sanskrit und bildet die Wurzel des Wortes Arier, das auf Deutsch Edler bedeutet. Auf Madagassisch heißt es Eigentum bzw. Anschaffung. 1 EURO = ca. 3400 Ariary.

Wanderstöcke

Für die Wanderung in den Bergregenwäldern der Ranomafana und Marojejy Nationalparks sind Wanderstöcke hilfreich. In der Regenzeit ist es in den Wäldern rutschig.

Wasser:

Das Leitungswasser ist zum Zähneputzen nicht geeignet, daher wird die Verwendung von Mineralwasser empfohlen. Mineralwasser sowie Sprudel können auf allen Märkten erstanden werden. Das Mineralwasser von Antsirabe namens „Visy Gasy“ erinnert an die französische Mineralwassermarke „ Vichy“. Das mineralienreiche madagassische „ Visy Gasy“ ist für seine medizinische Wirkung bekannt. Menschen mit Magen- bzw. Leberprobleme wird das Trinken von „ Visy Gasy“ empfohlen. Das Nationalgetränk in Madagaskar heißt Ranovola oder Reiswasser. Wenn der Reis gekocht ist, wird der Topf geleert. Dabei bleibt ein Teil des gekochten Reises an der Innenseite des Topfs zurück. Dieser Rest wird leicht angeröstet und dann mit Wasser übergossen. Das nationale Reiswasser wird vorwiegend zum Mittagessen getrunken.

Geldwechsel:

Ca. Ar 3400 Ariary ist 1 EURO wert. Am Flughafen von Antananarivo kann Geld entweder bei den Banken oder bei SOCIMAD, einem privaten Geldwechselinstitut, gewechselt werden. Zurückwechseln ist hier auch möglich, das einheimische Geld muss aber mindestens einen Gegenwert von 50,-Euro haben. Beim Einlösen von Reiseschecks wird am Schalter nach der Kaufquittung der Schecks gefragt. Man kann an Geldautomaten mit Visa-und Masterkarten Geld beziehen. Es gibt Geldautomaten aber nur in Großstädten.

Zug:

Unsere nationale Bahn wurde vor zwei Jahren privatisiert. Fianarantsoa-Manankara und Moramanga-Vodihala sind die einzigen Strecken, die befahren werden.