Ifaty

Fischerdorf mit Flair

Die Fahrt auf der Nationalstraße 7 nach Süden kann man in Ifaty beenden. Nach einer umfangreichen Reise durch den madagassischen Alltag, die madagassische Kultur und Natur, zeigt sich das letzte Highlight an der Endstation der Reise als eine Oase des Friedens für diejenigen, die sich nach Erholung und Ruhe sehnen.

An der südwestlichen Küste Madagaskars und nördlich von Toliary liegt die kleine Fischersiedlung Ifaty, die aus mehreren kleinen Fischerdörfern gebildet wird. Sie gehört zu den Territorien des Volkstamms der Vezo, den „Kindern des Meeres“. 20 km von Toliary entfernt verteilen sich Vezo-Dörfer entlang des südlichen Teils einer Lagune, die sich an der südwestlichen Küste der Insel erstreckt. Ihre Hütten werden mit lokalen Materialen auf sandigem Boden gebaut. Die einfache Konstruktion lässt sich darauf zurückführen, dass die Vezo in ihrer alten Tradition ein Nomadenvolk waren. Vezodörfer dieser Gegend sind durch die einfachen Hütten und zum Trocknen ausgelegten Fischernetze inmitten der Sanddünen gekennzeichnet. Die Einheimischen leben am und vom Meer. Durch ein 100 km vorgelagertes durchgehendes Korallenriff ist das Meer auf dieser Seite sehr fischerfreundlich. Im Schutz des Korallenriffs bietet sich hier ein idealer Ort für Meeresaktivitäten. Was die Unterwasserwelt angeht, kann man von einem ökologischen Wunder sprechen. Das Korallenriff zeigt sich wie eine uneroberte Wildnis.

Die Vezo kennen diese Lagune sehr gut, da sie ihre Hauptaktivität im Meer verbringen. Ein Fotomotiv im Land der Vezo ist die Parade der zurückkehrenden Auslegerboote mit ihren weißen Segeln. Diese kleinen Auslegerboote stellen für die Vezo das wichtigste Verkehrs- und Transportmittel dar, da sie die kleinen Fischerdörfer entlang der Südwestküste miteinander verbinden.

Touristen können Meeresausflüge ebenfalls in Auslegerbooten unternehmen. Für Taucher steht die unendliche Lagune mit ihrer fast noch unberührten Schönheit zur Verfügung. An vielen Stellen des Riffs fängt Sie der Charme dieser wilden Unterwasserwelt ein. Dank des Reichtums der Unterwasserwelt gehört Ifaty zu den beliebtesten Tauchorten des Südens. Die Lagune von Ranobe ist neben dem Tauchen für Grossfishing bekannt. Familien werden in Ifaty nicht enttäuscht sein, da die Strände für einen Badeurlaub ideal sind.

Im Vergleich zu Anakao, das südlich liegt, ist Ifaty besser zugänglich. Von Antananarivo kann man auf der Nationalstraße 7 über das Zentralhochland bis Toliary befahren. Von Toliary kann man einen Geländewagen oder ein Motorrad nach Ifaty nehmen.

Wenn Sie abenteuerlustig sind, können Sie in Antananarivo auch ein Buschtaxi nehmen. Ansonsten ist ein Flug nach Toliary von Antananarivo, Fort Dauphin und Morondava aus möglich. Von Toliary nach Ifaty empfehlen wir den Meeresweg, wodurch man einen Vorgeschmack der Vezo-Lebensweise bekommen kann. Zugleich können Sie die Großartigkeit und Pracht des Korallenriffs zwischen Toliary und Ifaty genießen. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde.

Auf der Fahrt entlang der Südwestküste durch Sanddünnen und Dornenbusch ist erkennbar, dass das Korallenriff erst 150 km nördlich von Ifaty aufhört. Hier befindet man sich im Land der Masikoro, eines anderen Volksstammes des Südens, die vom Ackerbau leben. Bevor man allerdings das Gebiet der Masikoro erreicht, fährt man an der Bucht von Salary und Andavadoaka vorbei. Das sind zwei Stätten des Friedens, die im Vezo-Territorium liegen. Wie in Ifaty kann man hier sowohl tauchen und Meeresausflüge unternehmen, als auch Badeurlaub machen.

Bei Mangily, dem Zentrum von Ifaty, bietet sich der Baobabwald für einen Spaziergang an. Sie können in diesem ursprünglichen Reservat die endemische Fauna und Flora dieser Region Madagaskars bestaunen. In diesem trockenen Gebiet ist der Wald durch Dornenbusch und Sukkulenten gekennzeichnet. Was die Vogelwelt angeht, ist der Langschwanzerdracke, Uratelornis chimaera, das Highlight. Diese Erdracke sieht man nur in der Gegend von Ifaty und Umgebung. Das trockene Klima wird durch den Tsiokatimo, den Wind des Südens, gemildert. Entlang des schönen Standes sind Hotels verschiedener Standards errichtet worden.

Ein Geheimtipp ist ein Abstecher in den Mikea-Wald in der Nähe von Ifaty. Mikea heißt „Urbewohner des Südens“. Wenn es einem gelingt, diese Bevölkerungsgruppe zu treffen, wäre das eine reine Sensation. Die Mikea haben noch eine sehr ursprüngliche und unbekannte Lebensweise.

Nur Ihre Vorstellungskraft und Ihre Unternehmungslust sind die Grenzen dessen, was Sie in Ifaty an Aktivitäten unternehmen können. Die zahlreichen Unterkünfte mit Bungalows und Restaurants werden für einen angenehmen Aufenthalt in diesem Badeurlaubsort sorgen. Einfachheit und Ursprünglichkeit bilden die Säulen einer stimmungsvollen Atmosphäre, die Sie während Ihres Aufenthalts am Kanal von Mozambik einwiegen wird.